Der Inkakakadu (Bilder)
| Wissenschaftlicher Name: | Cacatua leadbeateri (Vigors, 1831) |
| Englischer Name: | Major Mitchell’s Cockatoo |
| Artenschutz: | WA Anhang II, EG Anhang B |
| Unterarten: | 4 Unterarten |
| Gewicht: | 400 bis 550 g |
| Gesamtlänge: | ca. 38 cm |
| Lebenserwartung: | 40 Jahre |
| Gelegegröße: | 3 bis 4 Eier |
| Brutdauer: | 25 bis 30 Tage |
| Nestlingszeit: | 8 bis 10 Wochen |
| Selbstständigkeit: | ca. 4 -6 Wochen nach dem Ausfliegen |
Merkmale
Grundfärbung lachsfarben, Flügel, Brust und Stirn weiß, die Zügel sind in dunkleren Lachsfarben ausgeprägt. Die Federn sind an der Basis weiß, die
Schwanzfedern weiß, wobei die Innenseite der Schwanzfedern lachsfarben ist. Die Haubenfedern sind an den Spitzen weiß, von weiß gehen die Federn dann in
dunkelrot über, das von einen schmalen gelben Band (Männchen etwas breiter) durchzogen ist. Schnabel ist grau/hornfarben, Füße ebenso grau. Die Iris ist rötlich braun.
Herkunft
Die Hauptbestände sind in West- und Südaustralien, New South Wales, bis hin nach Quennsland und North Australia zu finden. Eine kleinere Population findet sich in Victoria, im Gebiet zur Angrenzung an die beiden anderen Bundesstaaten. In Westaustralien ist das einzige Verbreitungsgebiet des Inkakakadus, welches bis an das Meer reicht. Weiterhin existiert eine kleine Population aus entwichenen Gefangenschaftstieren rund um Sydney, die stetig ansteigend ist. Die anerkannten Unterarten finden sich nur in Westaustralien (grün gekennzeichnet).
Ernährung
Körnerfutter, das vor allem zur Brutzeit gekeimt gereicht werden sollte, stellt die Grundnahrung dar und macht in etwa 50-60% der Gesamtfuttermenge aus. Das Grundfutter kann sich z.B. aus folgenden Sämereien zusammensetzen: Dari, Kardi, Kürbiskerne, Kiefernsaat, Weizen, Rohreis, Buchweizen, Leinsaat, Hanfsaat, Haferkerne, Kanariensaat, Paddy-Reis, Milokorn. Neben dem Körnerfutter benötigen die Tiere unbedingt Frischkost in Form von Obst, Gemüse und Grünfutter, wie z.B. Apfel, Birne, Banane, Mandarine, Orange, Mango, Erdbeere, Himbeere, Ananas, Paprika, Gurke, Karotte, rote Beete, Kresse, Vogelmiere, Gras, Löwenzahn, etc. Weiterhin sollten frische Obstbaumzweige, Grit, tierisches Eiweiß (vor allem während der Brutzeit), halbreife Maiskolben oder auch Hirsekolben gereicht werden. Kakadus nehmen unbekannte Nahrung meist nur sehr zögerlich an, man sollte die betreffenden Futtermittel immer wieder anbieten. Er ernährt sich hauptsächlich von Samen, Gräser, Kräuter, Beeren, Wurzeln, Nüsse, Früchte, Wildfrüchte, Akaziensamen, den so genannten Outbackkürbis (C.myriocarpus ), und Eukalyptenmark, sowie Larven und verschiedene Arten kleiner Würmer.
Haltung
Zur Unterbringung eignet sich eine Voliere mit ungefähren Maßen von 7m x 3m x 2m (Länge x Breite x Höhe). Zum Volierenbau dürfen nur stabile Materialien verwendet werden, z.B. Holz hält den Schnäbeln der Inkakakadus nur kurze Zeit Stand. Gegenüber anderen Arten zeigen sich Inkakakadus nur selten verträglich, von der Gemeinschaftshaltung ist daher normalerweise abzuraten. Eingewöhnte Inkakakadus sind robust, sie sollten aber bei etwa 10-15 Grad überwintern können. Inkakakadus sind leider recht häufig mit Würmern befallen, da sie sich gerne am Boden aufhalten und graben. Außenvolieren sollten daher mit einem Betonboden versehen werden, wobei dann unbedingt Sand aufgeschüttet werden muss, um den Tieren weiterhin das Graben zu ermöglichen. Die Kakadus besitzen ein stark ausgeprägtes Nagebedürfnis, es sollten daher ständig frische Zweige und morsches Holz angeboten werden.