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Unsere Leguane

Der Grüne Leguan (Iguana iguana) ist ein Vertreter der Leguane (Iguanidae), dessen Lebensraum in Mittelamerika und Südamerika liegt.

Merkmale (Bilder)

Grüne Leguane erreichen für gewöhnlich eine Kopfrumpflänge von 45 Zentimetern, mit dem Schwanz zusammen erreicht der Grüne Leguan Längen von zwei Metern, manchmal sogar 2,2 Metern. Das größte bekannte Exemplar ist 2,30 Meter lang, wiegt 10,5 Kilogramm und ist im Chicago Museum of Natural History ausgestellt. Die meisten Leguane dieser Art werden jedoch maximal 1,5 Meter lang, wobei die Männchen deutlich größer sind und deutlich größere “Stacheln” auf Rücken und Schwanz besitzen.

Speziell männliche Grüne Leguane haben einen massigen Kopf, der durch einige Charakteristika gekennzeichnet ist: Eine große Kehlwamme, die bei Männchen 30 % größer ist als bei Weibchen, sowie Backen im Bereich der vergrößerten Schuppen unter dem Trommelfell, die infolge von Muskelvergrößerung und der Einlage von Fettgewebe bei Männchen stark hervortreten.

Entgegen des Namens ist Iguana iguana nicht vollkommen grün, viele Tiere sind eher gräulich-grün oder haben einen starken Einfluss von brauner Farbe. Der Rückenkamm der Grünen Leguanen zieht sich vom Nacken bis hin Schwanz und ist beim Männchen im Mittel 5 Zentimeter höher als beim Weibchen.

Vorkommen

Der Grüne Leguan lebt in Mittelamerika und im nördlichen Südamerika; einzelne Vorkommen reichen bis in den äußersten Süden des USA. Er fehlt auf etlichen karibischen Inseln wie Kuba, jedoch hat er die kleinen Antillen besiedelt. Auf den Karibischen Inseln lebt hingegen der Grüne Inselleguan (Iguana delicatissima), eine nah verwandte Art.

Das bevorzugte Habitat des Grünen Leguanes sind Tieflandwälder in der Nähe größerer Gewässer. Grüne Leguane sind ausgesprochene Flachlandbewohner und überschreiten fast nie die Höhengrenze von 1000 Metern über Normalnull.

Lebensweise

Der Grüne Leguan ist tagaktiv und primär baumbewohnend, jedoch ist er auch ein guter Schwimmer. Auf der Flucht lässt er sich oftmals von überhängenden Ästen ins Wasser fallen, wo er dann vor der Bedrohung wegschwimmt.

Der Grüne Leguan ernährt sich ausschließlich herbiphor, d.h. Pflanzenfressend, auch wenn oftmals immer noch behauptet wird er würde sich teilweise von Insekten ernähren haben neueste Forschungen ergeben das er sich in der freien Natur nur von Blättern ernährt.

Die Männchen verteidigen ihre Reviere und imponieren Weibchen vor allem durch Drohverhalten, etwa das Aufblähen ihrer Kehlwamme oder durch laterales Abflachen, womit sie größer erscheinen. In einem Teil der Trockenzeit, sprich Dezember und Januar, ist Paarungszeit. Die Männchen fixieren das Weibchen während der Paarung mit einem Nackenbiss. Drei bis vier Wochen nach der Paarung legt das Weibchen seine 30 bis 45 Eier in eine selbstgegrabene Erdhöhle; der Schlupf der Jungtiere erfolgt etwa acht Wochen später.

Grüne Leguane und Menschen

Der Grüne Leguan gehört zu den beliebtesten Terrarientieren und wird mittlerweile in Südamerika auf Farmen für diesen Zweck gezüchtet; aufgrund ihrer Endgröße wird den meisten Individuen keine artgerechte Haltung gewährt, da die meisten Käufer nicht ahnen, dass der meist klein verkaufte Leguan später über einen Meter lang wird. In manchen Ländern hat der Grüne Leguan eine kulinarische Bedeutung, das Fleisch wird von erjagten Tieren ebenso wie in Farmen gehaltenen Tieren gesammelt. Sie werden als Speise “Grüne Hähnchen” genannt.

Der Grüne Leguan ist unter anderem durch die Zerstörung des südamerikanischen Regenwaldes gefährdet.

Unterarten

Es gibt zwei Unterarten des Grünen Leguan. Die Nominatform Iguana iguana iguana ist auf den Kleinen Antillen und in Südamerika verbreitet, während Iguana iguana rhinolopha vor allem in Mittelamerika heimisch ist. Beide Taxa lassen sich recht sicher durch zwei bis drei bei Iguana iguana rhinolopha vorhandene, kleine “Hörner” auf der Schnauze unterscheiden.