Die Ernährung
Viele der angebotenen Futtermischungen haben einen viel zu hohen Fettanteil - Sonnenblumenkerne zum Beispiel bis zu 80 Prozent. So ein Futter führt zu Gesundheitsschäden beim Vogel.
Gute Futtermischungen enthalten nur circa 15 Prozent Sonnenblumenkerne und kleine Kürbiskerne. Der Rest dieser Mischung ist Kleinsaat, die der Vogel braucht. Ein Nachteil der Futtermischungen: Der Vogel kann sich das rauspicken, was ihm schmeckt. Da die Vogelbesitzer oft den ganzen Napf voll machen, bleibt der weniger schmackhafte Rest einfach liegen und wird nicht mehr angerührt. Deswegen wurde auch ein gepresstes Futter entwickelt: Dort ist all das drin, was im Körnerfutter zu finden ist. Doch hieraus kann sich der Vogel nicht mehr nur die Leckerbissen heraussuchen.
Körnerfutter sollte immer nur einen kleinen Teil der Ernährung des Papageien ausmachen. In der Natur bekommt er nur ganz selten ausgereifte Körner, viel häufiger gehört zur Nahrung Obst und Gemüse.
Der Vorteil einer Ernährung ohne viele Körner liegt auf der Hand: Obst und Gemüse haben einen sehr viel geringeren Fettanteil; das hat zur Folge, dass der Papagei mehr und häufiger fressen muss und so länger beschäftigt ist. Langeweile mit ihren schlimmen Folgen wie Federrupfen oder anderen psychischen Defekten kommt gar nicht erst auf.
Geeignet sind fast alle Sorten, zum Beispiel Bananen, Äpfel, Birnen, Erdbeeren, Beerenobst oder Kirschen. Besonders geeignete Gemüsesorten sind Möhren, Erbsen, Paprika oder Gurken. Nicht gegeben werden sollten Kohlsorten oder Bohnen.
Gut sind auch einige Produkte aus der Natur: die Früchte des Vogelbeerbaums, Schafgarbe, Löwenzahn in allen Reifestadien und ganz besonders Vogelmiere.